wer kennt sie nicht seit jahren, die film - und krimibesprechungen (- pamphlete, - ergüsse, - trouvaillen, - launigen hochzeitsfeier - bonmots) des deutschen, der den schweizerinnen und schweizern den kochtopf unterm arsch mit glühender kohle anheizt. jetzt hat er zugeschlagen: in tradition zu greil marcus (musik) und biskind (film) und anderen.
die amerikanische massenkultur und ihr prophet. köstlich. köstlich.
wolfram knorr geht es in seinen von persönlichen erfahrungen geprägten ausführungen und untersuchungen um das merkwürdige verhältnis, das man hierzulande dem amerikanismus gegenüber eingenommen hat und noch immer einnimmt. man reist zwar gerne in die usa, nimmt auch habituelle züge der amerikaner an, schmückt seine umgangssprache mit amerikanismen und versucht sich dennoch vom amerikanischen kulturgut zu distanzieren. man meckert über amerikanische filme, will aber gleichzeitig kaum einen versäumen. man findet zwar amerikanische spannungsliteratur 'berflächlich', will aber dann doch (im urlaub!) auf eine solche lektüre nicht verzichten. man findet die mcdonaldisierung schrecklich, hat sich aber längst von ihr freiwillig infizieren lassen. man findet disneyland grauenvoll, erzählt aber begeistert vom besuch in orlando ...
haffmans, 2000, 382 Seiten, gebunden
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