Beschreibung
Es gibt Bücher, deren Lektüre dich zur Ruhe kommen lassen. Kein Drama. Kein Trauma. Keine Autofiktion. Was denn? Die Autorin Simone Scharbert lädt dich auf eine Reise ein, auf eine Zeitreise. In die Welt des beginnenden neunzehnten Jahrhunderts, wo im englischen Tonbridge Anna Atkins geboren wurde. Ein Mädchen, das, von ihrem Vater unterstützt, sich das Wissen in der und um die Natur aneignet, die zeichnet, malt, sich mit dem neuen Verfahren rund um Licht und UV-empfindlichem Papier auseinandersetzt. Die Cyanotypie – Anna Atkins bildete Farne, Algen, Moose und andere Pflanzen ab, wurde zur ersten Fotografin, als Naturwissenschaftlerin, immer wieder im Schatten der Männer – und ging vergessen.
Simone Scharberts Buch »Für Anna. Eine Belichtung« hat die faszinierende Künstlerin wieder ins Licht gebracht. Nicht zuletzt dank der Fähigkeit, mit poetischer Sprache ein Leben in Worte zu fassen. Es ist keine klassische Biographie, der Göttin sei Dank, »Für Anna« ist ein lyrisches Meisterwerk. Jeder Satz entwickelt sich, einer Fotografie im Wasserbad gleich, zu einem Echoraum, in dem Leben, Zeit, Kunst und Liebe ihren Ausdruck finden. Incroyable!
Die Fotos, und da ist dem TASCHEN VERLAG ein Kränzchen zu winden, gibt es in luxuriöser und auch handlich einfacher Buchform zu kaufen. Zusammen mit Scharberts lyrischer Belichtung des Lebens und Werkes von Anna Atkins – grossartig!
