Olga Ravn

Wachskind

Gattung: Roman
Seiten: 186
Einband: gebunden
Verlag: März
Jahr: 2026
ISBN: 978-3-7550-0056-3

CHF34.00


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Beschreibung

Dänemark – das kleine Land mit der grossen Literatur. Tove Ditlevsen, Solvej Balle, Jonas Eika, Ib Michael, Madame Nielsen … und seit einigen Büchern Olga Ravn, eine der besten ihrer Generation. Ihre Bücher erscheinen im nicht weniger herausragenden März Verlag. Vielbeachtet war und ist Ravns Roman »Die Angestellten. Ein Roman über Arbeit im 22. Jahrhundert«.
Mein vergangenes Wochenende war ganz im Bann des neuen Romans »Wachskind«. Stichwort: Zeit der Hexenverbrennungen im 17. Jahrhundert; erzählt aus der Perspektive eines Wachskindes, einer Puppe aus Wachs, die die Jahrhunderte überdauert und aus einer ganz eigenen Perspektive erzählt: Die Geschichte und Geschichten von Frauen, die andere Leben lebten, als es die meist männliche Welt der Dorf und Kleinstadtgemeinschaften (oft bis heute) zuzulassen bereit war (und ist).
»Hexerei« das Zauberwort. Hexen auf den Scheiterhaufen: aus heutiger Sicht Feministinnen, Wissende, Rebellierende, Lesben, Hebammen – siehe auch »Eugènie – Die Magd des Kretins« von Raymond Vouillamoz oder »Hexen« von Mona Chollet.
Warum aber Ravns Roman mich derart geflasht hat, das ist die Sprache, die literarische Form, die die 1986 geborene Autorin für diesen Stoff gefunden hat. Von selten funkelnder Virtuosität, bildhaft, lyrisch, tempobolzend und dann in fossescher Manier retardierend, Kapitel um Kapitel umtost und beglückt der Sturmwind der Geschichte den Leser (mich) und hoffentlich ein zahlreiches Publikum.
Kommt dazu, dass das Buch auch von der Haptik her gesehen ein Schmuckstück ist.
Olga Ravns »Wachskind« ist ein nicht alltäglicher moderner historischer Roman von einer furchtlosen, furiosen Autorin erzählt, die für das Fürchterliche, zu dem mensch damals und heute fähig ist, eine adäquate literarische Form gefunden hat.